Krankheit

Diagnose einer Depression über Facebook?

Viele kennen das Gefühl durch die Neuigkeiten auf Facebook & Co zu scrollen, nur um dann festzustellen, dass das Leben anderer besser ist als das eigene. So was kann selbstverständlich der natürliche Drang zum Vergleich oder ein wenig Neid sein. Es gibt bereits Studien darüber, dass der übermäßige Konsum von sozialen Netzwerken den Ausbruch psychischer Krankheiten, wie Depressionen, beschleunigen kann. Gründe hierfür sind Minderwertigkeitsgefühle, Neid, Selbstmitleid und selbstverständlich eine bereits auf psychische Erkrankungen anfällige Person.

Nun gibt es eine Studie, die als Pendant der üblichen Studie gewertet werden kann. Derartige „soziale Vergleiche“ könnten nämlich auch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit an Depressionen erkrankt zu sein, zusammenhängen. Zu diesem Entschluss kam eine amerikanische Studie, welche insgesamt fünf Verhaltensweisen auf sozialen Netzwerken herausgefunden hat, welche mit einer schlechten psychischen Verfassung zusammenhängen könnten.

Für die Studie wurden Informationen von rund 500 Schülern und Schülerinnen, welche besonders aktiv in sozialen Netzwerken, wie Facebook, Instagram, Twitter und Snapchat sind, ausgewertet. Zusätzlich wurden die Jugendlichen aufgefordert an einer Online-Umfrage teilzunehmen, in welcher sowohl ihr Social-Media-Verhalten als auch Symptome einer Depression erfragt wurden.

Nach Auswertung der Ergebnisse, kamen die Forscher zum Entschluss, dass die Bewegungsgründe für die Verwendung von sozialen Medien, sei es aus Langeweile oder Neugierde heraus, nicht mit Depressionen zusammenhingen. Die Art und Weise wie sie aber verwendet wurden, konnte tatsächlich mit dem Leiden verbunden werden.

5 Dinge, die depressive Menschen auf sozialen Netzwerken eher (nicht) tun

Nimmt der Selbstvergleich krankhafte Züge an, so schlägt er auf die Gesundheit einer Person an, beziehungsweise ist ein Indikator für eine bereits vorhandene Erkrankung.
Die Studie fand heraus, dass Menschen mit Depressionen eher dazu neigten, sich mit anderen, welche man besser als sich selbst erachtete, zu vergleichen.

Ebenso sollen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Studie, welche Indizien auf Depressionen vorweisen, eher von einer „Social-Media-Sucht“ betroffen sein. So hat bei Betroffenen der hohe Konsum von Online-Netzwerken zu negativen Auswirkungen auf die schulische Leistung geführt. Des Weiteren wurde angegeben, dass bereits Versuche unternommen wurden, den Konsum herunterzuschrauben- dies jedoch vergeblich.
Andere Handlungen, welche an Depressionen erkrankte Menschen eher tun beziehungsweise nicht tun, sind die folgenden:

Sich ärgern und genieren, sollte man auf einem Foto markiert werden, das ungünstig aufgenommen wurde. Fotos mit anderen zusammen veröffentlichen. Mehr als 300 Follower auf Twitter haben.

Onlineauftritte dienen der Inszenierung

Es ist jedoch wichtig zu erkennen, dass die Studie nicht herausgefunden hat, dass diese Handlungsweisen bei einer Depression mitwirken. Lediglich eine Verbindung zwischen diesen Handlungen und der Erkrankung selbst wurde herausgefunden. Ziel der Forschung war, genau diesen Verhaltensweisen auf sozialen Netzwerken ein Auge zu schenken und somit Wachsamkeit bei derartigem Verhalten auf Facebook & Co herbeizuführen.

Bei der Verwendung von sozialen Netzwerken sollte für Menschen aller Altersgruppen, mental stabil und erkrankt, immer im Vordergrund stehen, dass der inszenierte Onlineauftritt von Personen nicht ihr richtiges Leben darstellt. Wird man sich dessen bewusst, so scheint vielleicht klarer, dass kein Leben so richtig perfekt ist.

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