Beratung, Krankheit

Die Pille: Infos zum Verhütungsmittel

Für viele Mädchen in der Pubertät, ist das Thema „Liebe“ etwas ganz besonderes. Damit fängt dann alles an. Der erste Gang zum Frauenarzt und die Aufklärung über die Pille. Für die meisten Frauen ist es kein befremdliches Thema, dennoch sind hier einige Fakten rund um das Thema „Die Pille als Verhütungsmittel“ zusammengefasst.

Wie wirkt die Pille auf den Körper?

Durch künstliche Geschlechtshormone wird normalerweise der Eisprung verhindert. Das bedeutet, dass der genetische Teil des Mädchens fehlt, um ein Kind zu zeugen. Außerdem enthält die Pille Gestagene und die sorgen dafür, dass durch den Schleim am Muttermund keine Spermien in die Gebärmutter eindringen können. Also falls es trotz Pille zu einem Eisprung kommt, wird eine Befruchtung dadurch ebenfalls erschwert.

Arten von Pillen

Die Pille wird im Normalfall von einem Gynäkologen verschrieben. Dieser untersucht vorab die Patientin und stellt beispielsweise Fragen über Erkrankungen innerhalb der Familie. Danach verschreibt der Gynäkologe ganz individuell die passende Pille.

Es gibt Pillen, mit 21, 24 oder 26 hormonhaltigen und entsprechend 7, 4 oder 2 wirkstofffreien Tabletten, pro Zyklus, also Pillenriegel. Außerdem gibt es Pillenriegel mit nur 21 Tabletten, ohne den wirkstofffreien Ausgleich. Diese können so eingenommen werden, dass nach den 21 Tagen eine siebentägige Auszeit genommen wird und dann mit einer neuen Regelblutung wieder gestartet wird. Die Pille kann allerdings auch so genommen werden, dass die Regelblutung ausbleibt. Dies sollte allerdings mit dem Gynäkologen genauer besprochen werden.

Einnahme der Pille vergessen, was nun?

Wenn man die Pille vergisst, besteht immer ein Risiko, schwanger zu werden. Demnach sollte neben der Pille noch anders verhütet werden, um dies zu verhindern. Allerdings ist es meistens so, dass keine Fruchtbarkeit eintritt, wenn man die Pille innerhalb von 12 Stunden nachnimmt. Allerdings besteht immer ein Restrisiko.

Vorteile und Nachteile

Auch Durchfall oder Erbrechen und Medikamente wie Antibiotika und Antiepileptika, können die Wirkung der Pille beeinträchtigen. Vorteile der Pille sind natürlich die Verhütung, die Abnahme von Menstruationsdauer und -stärke und sie können positiv auf Akne wirken. Dies sollte allerdings kein Grund sein, um die Pille zu nehmen.

Der Nachteil bei der Pille ist vor allem, dass es bis zu einem halben Jahr dauern kann, bis der natürliche Zyklus wieder einsetzt. Dazu kommen noch Nebenwirkungen, da sich jede Pille auf jeden Menschen anders auswirken kann. Viele Frauen berichten von Zwischenblutungen, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen und ein geringeres Lustempfinden. Zudem steigen die Thrombose-Gefahr und die Anfälligkeit, an Depressionen zu erkranken.
Die Pille gilt zwar als eine der sichersten Verhütungsmittel, hält allerdings keine Krankheitserreger, also Geschlechtskrankheiten, fern. Deshalb empfiehlt es sich, besonders wenn man den Partner noch nicht lange kennt, ein Kondom zu verwenden. Damit ist man außerdem doppelt geschützt.

Verschreibungspflicht

Auch interessant zu wissen, ist, was die Pille eigentlich kostet. Wer über 20 Jahre alt ist, bekommt die Pille als Privatrezept verschrieben und muss somit die Kosten der Pille vollständig zahlen. Davor wird lediglich eine Zuzahlungsgebühr für die Patientin fällig. Man bekommt das beliebte Verhütungsmittel auch nur mit einem Rezept eines Arztes, meistens von deinem Gynäkologen.

Zuletzt ist es wichtig zu erwähnen, dass regelmäßige Untersuchungen, am besten bei dem bereits bekannten Gynäkologen, sehr wichtig sind. Veränderungen im Leben, ob im privaten Bereich oder auch der gesundheitliche Zustand, können auf den weiblichen Körper eine Wirkung haben. In diesem Fall kann der Gynäkologe die Situation neu bewerten und eine passende Pille verschreiben. Auch bei Beschwerden, die durch die Pille ausgelöst werden könnten, sollte man sich in jedem Fall bei dem Gynäkologen vorstellen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.