Schönheit

Entwicklungen in der Zahnmedizin, die Hoffnung machen

Es wäre wünschenswert, dass Karies gar nicht existieren würde, kein Schaden an den Zähnen entsteht und die zweiten Zähne gar nicht erst ausfallen. Könnte das bald Wirklichkeit werden?

Karies

In der Regel ist Karies sehr aggressiv und somit fortschreitend. Hat erstmal das Entwicklungsstadium begonnen, scheint es kein Halt im Wachstum mehr zu geben. Eine Vorbeugung mittels Zähneputzen und Zahnseide in ausreichender Form und im frühen Kindesalter ist ratsam und unbedingt erforderlich. Gerade Zahnseide kommt in die Zwischenräume intensiver hinein, um die letzten hartnäckigen Essensreste zu beseitigen. Nun mag dies der eine oder andere nicht so in der Vergangenheit gemacht haben, da dies dem Betreffenden nicht bewusst war oder die Eltern darauf nicht wertlegten. Oder die Zähne sind besonders anfällig für Karies trotz regelmäßigem Putzen. Dann können schnell Löcher entstehen, die immer größer werden.

GSK-3-Inhibitoren – eine dritte Chance für den Zahn

Es könnte allerdings eine neue bzw. dritte Chance geben, die Hoffnung erzeugt. Denn britische Forscher haben eine Substanz, namens GSK-3-Inhibitoren, entwickelt. Dieses lässt den Zahn nachwachsen. Zu Forschern gehören Paul Sharpe und seine Kollegen aus London. Sie haben positive Ergebnisse bei Forschungen an Mäusen geliefert und diese im Frühjahr 2017 veröffentlicht. Löchrige Zähne der Mäuse haben sich mittels dieses Produkts regeneriert. Der Wirkstoff ist eigentlich zur Bekämpfung von Krebs und Alzheimer bekannt. Aus diesem Grunde sind bisher Nebenwirkungen noch nicht nachweislich in Erscheinung getreten. Sie träufelten mittels Schwämmchen diese Substanz auf Kollagen, welches sie in die Löcher verbrachten. Die Reaktionen waren erstaunlich, denn neues Dentin entwickelte sich. Dies ist knochenähnliches Gewebe, welches im Zahn vorkommt. Nach nur sechs Wochen nach dem Eingriff bei den Mäusen wuchsen die Löcher wieder zu. Die Behandlungsmethode basiert auf einer Stammzellentherapie. Die ersten Reaktionen von deutschen Zahnmedizinern waren positiv. Die Kosten sind bisher jedoch gewaltig, da die Produktion der GSK-3-Inhibitoren sehr kostenaufwendig ist. Die Anwendung sollte aus diesem Grunde auf extreme Kariesbehandlungen fokussiert werden, bei denen die Karies bis zur Zahnwurzel fortgeschritten ist. Die Schlichtheit der Behandlung im Gegensatz zu der bisherigen, bei dem totes Material in Löcher verbracht wird, überzeugt. Diese ist zudem nicht schmerzvoll und angsterzeugend wie das bisherige Bohren an den Zähnen. Gerade letzteres könnte jenen Patienten helfen, die immense Angst vor dem Zahnarzt haben und deswegen ggf. Termine und Behandlungen meiden.

Bis eine Marktreife – vergeht noch einige Zeit

Bis eine Marktreife allerdings erlangt ist, vergeht noch einige Zeit. Diese sei laut Angaben der Forscher zwischen vier bis sechs Jahren, die bei der Veröffentlichung der Studie 2017 gemacht wurden. Tests am Menschen sind noch nicht durchgeführt, welche innerhalb dieser Forschungszeit und Zulassung hineingehören.

Kritik

Bedenken sind allerdings von kritischen Stimmen vorhanden, da eine Stammzellentherapie laut Forschern ebenso unkontrolliertes Zellwachstum begünstigen könnte. So wird befürchtet, dass neben den guten Effekten gleichzeitig Krebszellen wachsen könnten. Eine sorgfältige Validierung aller Wirkungen und Nebenwirkungen sollten deshalb von dem Forscherteam gemacht werden, damit eine solide Therapie durchführbar wird.

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