Beratung

„Genießen nach Herzenslust“ bei Herzkrankheiten

Erkrankt man an einer Herzkrankheit, so spielt die Ernährung oft eine Rolle. Viele Erkrankungen des Herzens und Ernährung stehen oftmals im direkten oder indirekten Zusammenhang zueinander. Fehlernährung führt zu Übergewicht und dieses führt in Folge dessen sowohl zu erhöhten Blutfett- und Blutzuckerwerten als auch zu Bluthochdruck.
Entweder hat man also durch eine ungesunde Diät und wenig Bewegung selbst viel zur Herzkrankheit beigesteuert, oder man muss in Folge einer eintretenden Krankheit auf die Ernährung achten. Unabhängig davon ob so, oder so: Eine radikale Ernährungsumstellung ist nicht einfach. Durch eine ausgewogene Ernährung soll der Blutdruck bei Erkrankten gesenkt und die Gefäße geschützt werden. Ziel ist es ebenso den Cholesterinspiegel niedrig zu halten.
Dabei besteht der Mythos, dass man sich nun krankheitsbedingt nur noch eintönig ernähren dürfe. Dabei kann gerade eine notwendige Ernährungsumstellung die Türen in eine Welt voller Farben und Geschmack führen. Man kann also auch trotz Herzkrankheit „nach Herzenslust genießen“.

Herzgesunde Ernährung für die Seele

Die mediterrane Küche bietet Speisen und Geschmäcker für Herz und Seele. Durch eine ausgewogene Küche mit faserreichen Lebensmitteln wie beispielsweise Gemüse, Früchten, Teigwaren und einfache ungesättigte Fettsäuren, wie Oliven- und Rapsöl, überzeugt sie. Dabei ist es für Personen mit Herzerkrankung nicht nur wichtig was sie essen, sondern auch wie und wann. Es empfiehlt sich statt ein oder zwei großen Mahlzeiten, die Kalorienzufuhr über den Tag zu verteilen. Fünfmal am Tag kleine Portionen zu sich zu nehmen ist das Ideal.
Es lohnt sich immer einen Speiseplan für die folgende Woche zu erstellen und somit für Abwechslung zu sorgen. Abgestimmt auf diesen kann der Wocheneinkauf erledigt werden.
Leidenschaftliche Fleischesser sollten bei einer Erkrankung des Herzens zwar darauf achten was sie für Fleisch essen, müssen aber sicherlich nicht ganz verzichten. Es lohnt sich zu magerem Fleisch und richtiger Zubereitungsmethode zu greifen. Frittieren sollte vermieden werden. Dafür darf man sich auch mit erkranktem Herzen in der Fischabteilung austoben. Gerade „fette“ Fische, daher nichtmagere Fische mit höherem Fettanteil, wie Lachs oder Hering, wirken sich positiv auf das Herz aus. Erstmals enthält Fisch wichtiges und vom Körper leicht abbaubares Eiweiß. Des Weiteren unterstützen die enthaltenen Amino- sowie Omega-3-Fettsäuren das Herz und seine Gefäße. Die Elastizität der Blutgefäße wird somit gewahrt und einem Herzinfarkt kann vorgebeugt werden.
Hand aufs Herz: Die Welt des Fast Foods war viel eintöniger.

Ungesunde Ernährung bei einem kranken Herzen?

Es wird gerne über die benötigte ausgewogene Ernährung nach einer Erkrankung des Herzens berichtet. Selten hört man aber die andere Seite: Was passiert wenn ich mich weiter, oder erst recht, ungesund ernähre?

Speisen mit einer Menge an gesättigten Fettsäuren und hohem Natriumgehalt verengen die Arterien. Diese Eigenschaften treffen beispielsweise auf den guten, alten Burger zu. Je mehr sich die Wissenschaft jedoch dem Fast Food zuwendet, desto deutlicher werden die Auswirkungen dessen Konsums. Nach dem Verzehr eines fettigen Burgers konnten die gesättigten Fettsäuren die Durchblutung in den Arterien für ganze vier Stunden hemmen. Des Weiteren wurde an einer Gruppe von Testpersonen festgestellt, dass die Arterien nach dem Konsum eines solchen Burgers um ganze 24% enger waren als vor der Mahlzeit. Enge Arterien können wiederum zu Schlaganfällen und Herzinfarkten führen. Für Menschen, die bereits mit einer Herzerkrankung zu leben haben, gilt also tatsächlich: Was für gesunde Leute schon zum lebensgefährlichem Problem werden kann, das bedeutet für sie den halben Tod.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.