Krankheit, Schönheit

Menschliche Prozesse des Alterns

Die Haut eines Babys ist zart wie Seide, die Haut eines älteren Menschen faltig und rau. Dies ist nur eines der Zeichen, die das älter werden mit sich bringen. Im Laufe unseres Lebens verändert sich unser Körper stark, aber nicht nur äußerlich altern wir, sondern auch innerlich. Schon seit je her versuchen die Menschen, die äußere Schönheit fest zu halten, die mit der Zeit durch das Altern vergeht. Kleopatra war eine besonders schöne und kluge Pharaonin. Es heißt sie badete in Eselsmilch um ihre Haut strahlend und jung wirken zu lassen. Im Folgenden werden die unterschiedlichen Prozesse, die sich mit der Zeit und mit dem Alter abspielen, erläutert.

Die Muskelkraft schwindet mit dem Alter

Ab circa Mitte 30 beginnt der Muskelabbau beim Menschen. Pro Jahr verliere man etwa ein Prozent von der körpereigenen Muskelmasse. Umso höher das Alter, umso schneller schreitet der Muskelschwund fort. Das Schwinden der Muskelmasse wird in der Regel durch verringerte Sexualhormone im Alter begünstigt. Diese sind nämlich für die Muskeln relevant, so zum Beispiel das Testosteron.

Die Knochen sind anfälliger für Brüche

Nicht nur die Muskelkraft lässt im Alter nach, auch das Risiko für Stürze bedingt durch einen Schwund der Knochensubstanz wird höher. Bei Frauen beginnt der vermehrte Knochenabbau vor allem nach den Wechseljahren, denn das weibliche Hormon, Östrogen, welches im Alter abnimmt, ist bis dahin für das Hemmen des Knochenabbaus verantwortlich. Lässt dieses Hormon im Alter aber nach, verlieren die Knochen auch zunehmend an Substanz.

Der Knochenabbau kann gebremst werden, indem man sich viel bewegt und auch Sonne tankt. Ein wichtiges Hormon für den Knochenaufbau stellt nämlich das Vitamin D dar. Um dieses körpereigen herzustellen, wird es in der Haut durch das Sonnenlicht umgesetzt, bevor es in der Leber dann zu funktionsfähigem Vitamin D wird. Dieses Hormon fehlt vielen Senioren, weil diese einerseits zu wenig Sonne abbekommen, aber auch weil die Haut ebenfalls altert und das Hormon schlechter umsetzt. Daher kann es von Vorteil sein, wenn man Vitamin D in Tablettenform einnimmt um Knochenbrüche vorzubeugen. Viele Ärzte verschreiben deshalb Vitamin D Tabletten an sturzgefährdete Senioren zum Knochenaufbau.

Falten und grau Haare – die äußerlichen Zeichen des Alterns – aber was steckt dahinter

Im Alter verliert die Haut Proteinfasern und wird weniger elastisch, zudem nimmt das Unterhautfettgewebe ab. Der Körper verändert sich. Die Zusammensetzung verändert sich, so nimmt im Vergleich Muskelgewebe ab und Fettgewebe zu, aber im Gesamten verliert der Körper an Substanz und daher an beiden Geweben. Das ist vor allem an der Haut zu sehen, da diese an Spannkraft verliert und ebenfalls trockener wird und ausdünnt. So entstehen Falten. Der Körper von älteren Menschen verliert insgesamt an Wasser, daher sollten Senioren besonders darauf achten ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Ein weiteres Zeichen für das Altern sind graue Haare. Diesem Prozess kann leider nicht vorgebeugt werden, da es genetisch festgelegt ist, wann die Zellen entscheiden kein Melanin mehr herzustellen. Denn in den Haarwurzeln steckt das so genannte Melanin, welches den Haaren ihre Farbe gibt. Diese Zellen stellen aber mit der Zeit die Herstellung von Melanin ein, und stattdessen lagern sich Luftbläschen in die Haare ein, die daraus entstehenden Haare wirken dann weiß. Das Gemisch aus weißen und pigmentierten Haaren lassen das Gesamtbild der Haare ergrauen.

Hören und Sehen fällt im Alter zunehmend schwer

Durch den alltäglichen Lärm schädigen wir unseren Gehörsinn. Dies ist ein schleichender Prozess, und so hören Senioren häufig schlecht und bemerken es aber sehr spät. Mit der Zeit verhärtet sich zudem auch unsere Linse, weshalb es im Alter häufig zu Altersweitsichtigkeit kommt und viele ältere Menschen daher eine Lesebrille benötigen.

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